Niederdürenbach. Der Gemeinderat Niederdürenbach hat den Haushalt 2026 aufgestellt. Ortsbürgermeister Sebastian Schmitt und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, Johannes Bell, stellten das Zahlenwerk des Haushalts 2026 vor. Die Ortsgemeinde Niederdürenbach reiht sich in die Kommunen ein, die 2026 einen angespannten Haushalt verabschiedet haben.
Der Ergebnishaushalt (Erträge und Aufwendungen) schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 66.687 €. Der laufende Finanzhaushalt (Ein- und Auszahlungen) weist ein Minus in Höhe von aus 38.364 € aus. Ursächlich für die Verschlechterung im Vergleich zum Haushaltsvorjahr 2025 sind im Wesentlichen folgende Punkte: Die Schlüsselzuweisungen (= allgemeine Zuweisung des Landes Rheinland-Pfalz) sinken im Vergleich zum Vorjahr von 309.500 € auf 232.200 € um 77.300 €. Die Umlagezahlungen an die Verbandsgemeinde Brohltal steigen von 346.500 € auf 358.000 € um 11.500 €. Die Umlage an den Landkreis Ahrweiler bleibt mit 463.050 € (+1.050 €) nahezu konstant. Die Umlagezahlung an den Zweckverband Kindergarten Oberzissen und der Personalkostenzuschuss für den Kindergarten steigen zusammen von 54.000 € auf 70.000 € (+16.000 €).
Haushaltstechnisch positiv ist, dass durch den Zweckverband Gewerbegebiet Brohltal-Ost erstmals eine Ausschüttung an die beteiligten Ortsgemeinden vorgenommen werden konnte. Auf die Ortsgemeinde Niederdürenbach entfallen hiervon anteilig 11.970,00 €. Konstant sind in Niederdürenbach die Einnahmen aus Gewerbesteuer iHv 109.500 € (+3.500 €) und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer iHv 543.200 € (+24.700 €).
Die finanzielle Entwicklung der Ortsgemeinde Niederdürenbach war in den vergangenen Jahren zwar grundsätzlich positiv. Während die Verschuldung der Ortsgemeinde schrittweise reduziert wurde, konnten liquide Mittel aufgebaut werden. Gegenüber Kreditinstituten bestehen zum 31.12.2025 Verbindlichkeiten in Höhe von 273.938,74 €. Der Stand der liquiden Mittel (laufendes Verrechnungskonto) beläuft sich zum 31.12.2025 auf 121.594,55 €. „Die Gesamtentwicklung belastet uns jedoch zunehmend: Vor allem im Bereich der laufenden Kosten und bei den Umlage-Zahlungen sind die Kosten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das wird die ohnehin sehr begrenzten Handlungsspielräume weiter einschränken“, so Ortsbürgermeister Schmitt.
Mit Blick auf die anstehenden Investitionsprojekte rund um die Sanierung der Olbrückhalle und die Erneuerung der Verrohrung des Dürenbachs steht die Ortsgemeinde somit vor Herausforderungen. Für die in die Wege geleitete Sanierung der Olbrückhalle werden im Kalenderjahr 2026 Kosten in Höhe von ca. 120.000 € anfallen.
Zu den laufenden Aufgaben im Kalenderjahr 2026 gehören unter anderem die Durchführung des in diesem Jahr stattfindenden Lichterfestes, das durch Parkplatzgebühren und Standgelder wieder gegenfinanziert werden soll, sowie die Begutachtung und der fachgerechte Rückschnitt der acht großen Kastanienbäume in Hain. Die Begutachtung einschließlich der Zugproben der Kastanienbäume erfolgte Ende März.
Die Orts-App der Ortsgemeinde steht mittlerweile öffentlich zur Verfügung und kann in den App-Stores von Google und Apple heruntergeladen werden. Über die App kann jeder Interessierte über alle aktuellen Themen in Niederdürenbach, Hain und Holzwiesen auf dem Laufenden bleiben. Sowohl die Ortsgemeinde als auch die Vereine werden über wichtige Neuigkeiten oder Veranstaltungen informieren.